WER ALLES GEHEN MUSS: DER NEUE FCB-SPORTCHEF DANIEL STUCKI MISTET AUS

Der neue Basler Sportchef Daniel Stucki hat die klare Aufgabe, das aufgeblähte FCB-Kader schnellstmöglich zu verschlanken. Viele Neuzugänge sind daher nicht zu erwarten.

In der Regel erhoffen sich Klubbosse von einem neuen Sportchef, dass dieser die eigene Mannschaft schnellstmöglich mit neuen Top-Spielern und verheissungsvollen Talenten verstärkt. Im Fall des neuen FCB-Sportdirektors Daniel Stucki (42) ist die Devise aber eine andere: Ausmisten!

Unglaubliche 41 Spieler haben die Basler in der vergangenen Super-League-Saison eingesetzt. Und weil der FCB im Herbst keine europäischen Spiele bestreiten wird, muss das Kader drastisch verkleinert werden. «Schlank halten», so das Motto von Stucki.

Sechs Abgänge schon fix

Die ersten Spieler sind bereits weg: Mit Verteidiger Nasser Djiga (Roter Stern) und Flügelflitzer Sayfallah Ltaief (Twente) sind zwei Spieler verkauft worden. Beide waren bereits in der vergangenen Saison ausgeliehen und dürften dem FCB insgesamt zwischen 4,5 und 5 Millionen Franken einbringen.

Bei Sergio López (neu Darmstadt) und Ersatz-Keeper Nils de Mol sind die auslaufenden Verträge nicht verlängert worden. Ebenfalls nicht mehr in Basel ist Yusuf Demir, der nach Ende seiner Leihe zu Stammklub Galatasaray zurückgekehrt ist. Zudem wurde Djordje Jovanovic leihweise zu Partizan Belgrad abgeschoben.

Keine Zukunft für Augustin

Weg soll auch Jean-Kévin Augustin. «Wir planen ohne ihn», sagt Stucki über den Stürmer, für den man schnellstmöglich eine Lösung sucht. Das Gleiche gilt für Maurice Malone, bei dem eine Leihe nach Österreich im Raum stehen soll.

Kaum nach Basel zurückkehren werden die beiden Leihspieler Liam Millar (Sheffield Wednesday) und Jonathan Dubasin (Oviedo). Millar steht in den kommenden Wochen mit Kanada an der Copa América im Einsatz und möchte danach gern in England bleiben. Dubasin kämpft in der zweiten spanischen Liga, wo aktuell noch die Playoffs laufen, um den Aufstieg. Gelingt dieser, greift nach Blick-Infos ohnehin eine Kaufpflicht für den Offensivspieler.

Es gibt aber auch Spieler, die der FCB unbedingt behalten will. Zum Beispiel Topskorer Thierno Barry. «Das Interesse ist gross. Aber wir wollen mit ihm in die nächste Saison», sagt Stucki. Ähnlich sieht es bei Renato Veiga aus. «Wir planen mit ihm. Aber auch er ist mit seinem Profil natürlich umworben.» Heisst also: Flattert ein Angebot aus einer Top-Liga ins Haus, dürften beide nur schwer zu halten sein.

Transferfenster bis September offen

Nur Abgänge sind beim FCB in diesem Sommer aber nicht zu erwarten. «Wir werden sicher auch noch die eine oder andere punktuelle Verstärkung holen», verspricht Stucki. Allerdings könnte es noch etwas dauern, bis die Basler nach der fixen Übernahme von Kevin Rüegg einen weiteren Zuzug vermelden. Es sei unrealistisch, bereits im Juni viele neue Spieler zu verpflichten. «Viele Klubs warten die EM ab», sagt Stucki.

Der Neo-Sportchef macht sich keinen Stress. Auch, weil in der Super League das Transferfenster bis Mitte September geöffnet sein wird. «Und ich bin der Meinung, dass wir bereits eine gute Mannschaft haben», so Stucki. Diesen Beweis haben die Basler mit Platz vier in der Jahrestabelle 2024 zumindest teilweise erbracht.

2024-06-16T11:09:00Z dg43tfdfdgfd